Innenausbau einer Dachgeschosswohnung zum Penthouse
Aus einer bestehenden, konventionell geplanten Dachgeschosswohnung entstand ein individuell gestaltetes Penthouse mit klaren Raumbezügen, großzügigen Blickachsen und integrierten Funktionen. Mitten in der historischen Altstadt von Ingolstadt wurde die ursprünglich kleinteilige Grundrissstruktur neu interpretiert und konsequent auf die Bedürfnisse des Bewohners zugeschnitten.
Ausgangspunkt war eine vom Bauträger geplante, eher kleinteilige Grundrissstruktur, die auf die Bedürfnisse einer Familie ausgerichtet war. Für den späteren Bewohner wurde die Wohnung neu gedacht und zu einem offenen Penthouse mit klaren Raumbezügen und individuell abgestimmten Funktionen weiterentwickelt.
Zentrales Gestaltungselement sind drei multifunktionale Einbauten, die die vorhandenen Installationsschächte aufnehmen und gleichzeitig die räumliche Organisation der Wohnung prägen. Ein Kubus beinhaltet das großzügige Bad mit Dusche und integrierter Sauna. Ein weiterer integriert Toilette und Küchenfunktionen, während der dritte Schlaf- und Gästebereich voneinander trennt und zusätzlichen Raum für Bad, Stauraum und Gästebett schafft. Die Einbauten strukturieren die Wohnung, ohne die Offenheit der Räume einzuschränken. Gleichzeitig integrieren sie Stauraum, Technik und Möblierung und schaffen so großzügige Wohnbereiche, die trotz ihrer Vielzahl an Funktionen offen und übersichtlich bleiben.
Die Innenräume werden von einem sorgfältig abgestimmten Materialkonzept geprägt. Lackierte Einbaumöbel, gebürstetes Eichenholz und VIA-Fliesen bestimmen die Wohnbereiche. In den Bädern ergänzen Travertin, Betonoberflächen und hochwertige Armaturen die reduzierte Gestaltung. Die unterschiedlichen Materialien und Oberflächen schaffen eine abwechslungsreiche Raumwirkung und verbinden Wohnlichkeit mit einer klaren, zurückhaltenden Gestaltung.
Großzügige Fensterflächen und die umlaufende Dachterrasse erweitern den Wohnraum nach außen und eröffnen Ausblicke über die Dächer der Ingolstädter Altstadt. Die begrünte Terrasse bildet einen geschützten Freiraum und ergänzt das urbane Wohnen um einen privaten Rückzugsort im Freien.
Standort
Ingolstadt
Leistungsphasen
1–5
Projektjahr
2012
Individuell entworfen wurde nicht nur die Sauna, sondern auch die ins Podestbett integrierte Badewanne – abgedeckt dient sie als Sitzbank.
Architekt und Gründer
Matthias Durynek, Susan Buth
