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Architekten
Raum, Material und verborgene Details

Umnutzung einer Einliegerwohnung zu Büro- und Besprechungsraum

Für ein Naturstein-Familienunternehmen wurde eine bestehende Einliegerwohnung in Büro- und Besprechungsräume umgebaut. Ziel der Umgestaltung war es, einen ruhigen Arbeitsort für interne Abläufe und Kundengespräche zu schaffen, der die Identität des Unternehmens räumlich sichtbar macht.

Die neue Nutzung verbindet Bestand, Handwerk und zeitgemäße Innenarchitektur zu einem klar gegliederten Arbeitsumfeld. Die bestehende statische Raumstruktur bleibt weitgehend erhalten und wird durch gezielte Ein- und Umbauten in Wand-, Decken- und Bodenbereichen ergänzt.

Naturstein – darunter regionaler Wachenzeller Dolomit – prägt die Innenräume maßgeblich. Unterschiedliche Oberflächen und Bearbeitungstechniken zeigen die Vielfalt der Steinmetzarbeit und verleihen den Räumen eine starke materielle Präsenz. Ergänzt werden sie durch Einbauten aus Eichenholz, deren natürliche Oberflächen die Atmosphäre warm und zurückhaltend prägen.

Vertikal angeordnete Holzlamellen strukturieren die Räume zusätzlich und erzeugen eine fließende Raumwirkung. Im Zusammenspiel mit den Einbauten entstehen überraschende räumliche Situationen: Versteckte Türen und Schubladen öffnen sich und geben unerwartete Einblicke in Schrank- und Raumzonen frei. Gleichzeitig lassen sich diese Elemente wieder vollständig in die Flächen integrieren, wodurch die klare Grundstruktur der Räume erhalten bleibt.

Die Umnutzung umfasst Büro-, Ausstellungs- und Besprechungsräume sowie eine Aufenthaltsküche. Insgesamt entsteht ein Arbeitsort, der konzentriertes Arbeiten ermöglicht und zugleich die Material- und Handwerkskultur des Unternehmens räumlich erfahrbar macht.

Standort
Stammham

Leistungsphasen
1–5

Projektjahr
2015

Fließende Wandstrukturen lassen Türen verschwinden und geben erst im Gebrauch unerwartete Räume frei.
Daniel Weiss
Architekt und Gründer
Fotos
Susan Buth